Ein Ratgeber für Sie und Ihre Webseite


Im Zuge der Globalisierung möchten immer mehr Unternehmen für Kunden in aller Welt erreichbar sein. Sämtliche unternehmensinterne und -externe Dokumente müssen somit in mehreren Sprachen vorliegen und jeweils kulturspezifisch angepasst werden. Das Aushängeschild der Unternehmen ist dabei in jedem Land die Webseite. Da 90 % aller Internetnutzer in der EU Webseiten in ihrer Muttersprache bevorzugen, und lediglich 18 % überhaupt dazu bereit sind, auf fremdsprachigen Webseiten einzukaufen, ist es unabdingbar, mit der Unternehmenswebseite so viele Nutzer wie möglich in ihrer jeweiligen Muttersprache anzusprechen.

Da die Übersetzung einer Webseite beim besten Willen kein kleines Projekt darstellt, haben wir für Sie einen Ratgeber zum Thema verfasst. Es folgt ein kleiner Vorgeschmack mit einigen der wichtigsten inhaltlichen und technischen Tipps - den vollständigen Ratgeber gibt es aber nur hier.

Praxis-Tipps zu inhaltlichen und technischen Aspekten der Übersetzung Ihrer Webseite:


Unique Content
Identische Texte werden von Suchmaschinen als Duplicate Content erkannt. Daher ist es wichtig, dass es sich bei den Texten auf Ihrer mehrsprachigen Webseite immer um Unique Content handelt. Die Inhalte dürfen also keine wortwörtlich übersetzten Kopien voneinander sein, denn dies wird im Ranking der Suchmaschinen schlecht bewertet, wodurch die betroffene Webseite schnell abrutscht.

Keywords
Wichtig ist es hierbei, dass Übersetzer keine unnötig komplizierten Formulierungen benutzen, nur um mehr Keywords im Text unterbringen zu können. Die empfohlene Keyword-Dichte lag jahrelang bei 3,5 % Prozent - heute wird aber eher empfohlen, die Keyword-Dichte relativ zur Konkurrenz zu betrachten. So oder so sollte bei der Häufigkeit der Verwendung der Keywords niemals übertrieben werden, da die Suchmaschinen den Text dadurch möglicherweise als Spam ansehen. Auch dann rutscht die Webseite im Ranking ab. Daher funktioniert es auch nicht, Keywords auf Webseiten zu ”verstecken”.

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Photo by Kai Pilger / Unsplash

Es gilt, die richtigen Keywords zu identifizieren. Diese sind nicht zwangsläufig in jedem Land identisch, müssen also zuerst recherchiert werden, um eine kulturelle Anpassung zu gewährleisten. Erst danach kann neuer Content geschrieben werden. Durch kulturelle Unterschiede können Zielgruppen anders ausfallen als im Inland, und somit werden Webseiten auch über andere Suchbegriffe erreicht. Vorsicht: Gerade im technischen Bereich sind die besten Keywords nicht immer Wörter in der Landessprache der Kunden. In Deutschland zum Beispiel ist der Begriff „Software” ein weitaus sinnvolleres Keyword als das deutsche Gegenstück „Programm”, da man über letzteres eher zu Veranstaltungsprogrammen gelangt.

Lokalisierung
Wie bereits erläutert, wollen Sie keine wortwörtliche Übersetzung Ihres Contents, sondern eine Anpassung an den neuen sprachlichen und kulturellen Kontext erreichen. Dabei geht es auch um scheinbare Kleinigkeiten wie das Format von Telefonnummern, Daten, Preisangaben, und Maßeinheiten. Auch auf inhaltlicher Ebene gibt es Anpassungen zu beachten. Nehmen wir an, ein Unternehmen verkauft Klimaanlagen – diese braucht nicht jedes Land. Wenn Sie hingegen Heiz- und Klimageräte verkaufen, können Sie den Schwerpunkt je nach Zielland ändern.

International unterschiedliche Suchmaschinen
Ein weiterer Aspekt – und dieser ist vielen nicht bewusst – ist, dass nicht in jedem Land überwiegend Google für Suchanfragen verwendet wird. In anderen Ländern gibt es auch andere Suchmaschinen, und für diese bieten sich jeweils andere Optimierungsmaßnahmen an. SEO-Übersetzer kennen sich hiermit aus.

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Photo by Shane Hauser / Unsplash

Ihre Domain und andere Online-Präsenzen
Falls Sie aktuell die deutsche Domain .de nutzen, aber zum Beispiel in die USA expandieren wollen, ist es sinnvoll, auch unter .com erreichbar zu sein. Dies ist für Ihre (zukünftigen) Kunden vertrauenerweckender als eine vermeintlich ausländische Webseite, und fördert zudem die Suchmaschinenoptimierung.
Außerdem sollten Sie darauf achten, dass Ihre URL in anderen Sprachen auch anders aussieht. Ihre „Über uns”-Seite zum Beispiel sollte nicht nur auf der Webseite an sich, sondern auch in der englischsprachigen URL als „About Us” auftauchen.

Sie wollen mehr erfahren? Den vollständigen Ratgeber gibt es hier.