Stolze 84% aller Internetnutzer geben an, dass sie Produkte online nur dann kaufen, wenn die Website in ihrer Muttersprache aufrufbar ist. Aktuell liegt über die Hälfte aller Websites auf Englisch vor, und da sehr viele Menschen diese Sprache verstehen, ist das auch gar nicht verwunderlich – aber auch bei Kenntnissen mehrerer Sprachen gilt: Die Muttersprache überzeugt einfach mehr und gibt ein sicheres Gefühl. Zudem werden von Suchmaschinen hauptsächlich Resultate in der Sprache angezeigt, die der Nutzer für seine Suche verwendet hat. Vor allem bei der Übersetzung von Websites ist es somit wichtig, den Internetauftritt nicht nur in verschiedenen Sprachen anzubieten, sondern diese Inhalte immer auch für Suchmaschinen zu optimieren. Bei jeglichen SEO Aktivitäten geht es schließlich darum, im Internet von potenziellen Kunden möglichst schnell und einfach gefunden zu werden – und dies sollte bestenfalls in allen Sprachen, die das Unternehmen online verwendet, funktionieren.

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Was gibt es zu beachten?

Identische Texte werden von Suchmaschinen als “Duplicate Content” erkannt. Daher ist es wichtig, dass es sich bei den Website Texten in verschiedenen Sprachen immer um “Unique Content” handelt. Die Inhalte dürfen also keine wortwörtlich übersetzten Kopien voneinander sein, denn dies wird im Ranking der Suchmaschinen schlecht bewertet, wodurch die betroffene Website schnell abrutscht. Es gilt darauf zu achten, dass die Übersetzer, die die Website in verschiedene Sprachen übertragen sollen, sich hiermit auskennen und imstande sind für jedes Land passenden einzigartigen Content zu schreiben, statt die Texte nur wortwörtlich zu übertragen. Der Ablauf dabei ist generell folgender: Erst werden mögliche Keywords recherchiert, danach die besten Keywords festgelegt, und erst dann werden neue Texte geschrieben.
Wichtig ist es hierbei, dass die Übersetzer keine unnötig komplizierten Formulierungen benutzen, nur um mehr Keywords im Text unterbringen zu können. Die empfohlene Keyword-Dichte liegt bei zwei bis vier Prozent und sollte nicht zu stark überschritten werden, da die Suchmaschinen den Text so möglicherweise als Spam ansehen. Auch dann rutscht die Website im Ranking ab. Daher funktioniert es auch nicht, Keywords auf Websites zu “verstecken”. Jegliche Versuche, ganze Textblöcke in der Hintergrundfarbe – und somit vermeintlich unerkannt – auf der Website stehen zu lassen, werden von Suchmaschinen erkannt und bestraft.

Zudem gilt es, die richtigen Keywords überhaupt erst zu finden. Diese sind nicht zwangsläufig in jedem Land identisch, müssen also zuerst recherchiert und neu festgelegt werden, um eine kulturelle Anpassung zu gewährleisten. Durch kulturelle Unterschiede können Zielgruppen anders ausfallen als im Inland, und somit werden Websites auch über andere Suchbegriffe erreicht. Aber Achtung: Gerade im technischen Bereich sind die besten Keywords nicht immer Wörter in der Landessprache der Kunden. In Deutschland zum Beispiel ist “Software” ein weitaus sinnvolleres Keyword als das deutsche Gegenstück “Programm”. Wer auch im Ausland schnell gefunden werden möchte, sollte also aufpassen, dass die verwendeten Keywords relevant sind, oft gesucht werden und nicht übermäßig viel Konkurrenz aufweisen. Je nach Größe des Unternehmens ist es hierbei zum Beispiel eine gute idee, zunächst mit Nischen-Keywords zu arbeiten. Diese werden zwar seltener gesucht, aber da weniger Wettbewerb besteht, kann man für diese Keywords bessere Positionen im Ranking erreichen und somit trotz des geringen Suchvolumens viele potenzielle Kunden auf die eigene Website holen. Damit es bei diesen Visits dann auch zu Conversions kommt, ist es wieder entscheidend, dass der Inhalt (wie oben erwähnt) individuell auf die Länder und die Zielgruppe angepasst wird, und es sich nicht nur um eine Kopie der originalen Inhalte handelt.
Ein weiterer Aspekt – und dieser entgeht besonders vielen Personen – ist dass nicht in jedem Land überwiegend Google für Suchen verwendet wird. In anderen Ländern gibt es auch andere Suchmaschinen, und für diese bieten sich jeweils etwas andere Optimierungsmaßnahmen an. Unsere SEO-Übersetzer kennen sich hiermit bestens aus.
Ein ganz ähnlicher Aspekt ist die Domain Ihrer Website. Falls Sie aktuell “.de” nutzen, aber zum Beispiel in die USA expandieren wollen, wäre es sinnvoll auch unter “.com” erreichbar zu sein. Dies ist für Ihre (zukünftigen) Kunden vertrauenserweckender als eine vermeintlich ausländische Website, und fördert zudem die Suchmaschinenoptimierung, unter anderem da die Backlinks somit immer auf die Website in der richtigen Sprache führen. Ansonsten kann es sogar passieren, dass eine deutsche Website durch englische Backlinks im englischen Index landet – oder andersherum. Zu diesen Backlinks können dann auch noch werbewirksame Bestandteile des Unternehmens zählen, wie zum Beispiel der Blog und die Social Media Profile. Je nach Größe des Unternehmens kann dies natürlich leichter oder weitaus schwieriger umsetzbar sein, und auch mehr oder weniger sinnvoll sein, aber wenn es für das Unternehmen sinnvoll ist und im Rahmen des Möglichen liegt, ist es ist es den Aufwand durchaus wert, hochwertige Blogartikel und gut gepflegte Social Media Accounts mehrsprachig anzubieten.
Zu guter Letzt: Ein aktuelles Thema im Bezug auf Übersetzungen von Websites ist natürlich die DSGVO. Laut der neuen Verordnung müssen Sie in allen Sprachen, in denen Ihre Website vorliegt, auch Ihre Datenschutzverordnung vorliegen haben. Auch dieses Problem können wir gerne jederzeit für Sie lösen! Buchen Sie Ihre Übersetzung einfach direkt auf unserer Website.

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Photo by rawpixel / Unsplash

Wie hoch sind die Kosten?

SEO Übersetzungen sind generell teurer als “normale” Übersetzungen, aber es lässt sich pauschal kein Preis nennen. Grob gesagt werden Sie 25 bis 50% mehr zahlen müssen als bei Übersetzungen, die nicht suchmaschinenoptimiert werden. Generell muss man bei Übersetzungsanbietern Anfragen stellen und erhält dann je nach Umfang des Projekts einen Kostenvoranschlag.
Es ist hierbei generell empfehlenswert, die Lokalisierung Ihrer Website nicht schrittweise anzugehen, sondern als ein großes Projekt. Am Ende spart Ihnen dies Zeit und Geld. Sobald Sie einen passenden Anbieter gefunden haben, bietet es sich also an, direkt die Übertragung Ihrer Website in viele verschiedene Sprachen in Auftrag zu geben. Durch die hohe Wortanzahl wird es Ihnen dann möglich sein, einen Rabatt auszuhandeln – und Sie müssen nicht kurze Zeit später wieder aufs Neue die Übersetzung in eine weitere Sprache in Auftrag geben.

Was sind die Implikationen für SEA?

Im Bereich des Search Engine Advertising gilt es natürlich auf viele der bereits erwähnten Aspekte zu achten. Auch hier fallen vor allem die unterschiedlichen Suchmaschinen, die weltweit verwendet werden, ins Gewicht. In China Anzeigen auf Google zu schalten, ist zum Beispiel keine sinnvolle Werbeaktion. Baidu ist in China die am häufigsten genutzte Suchmaschine mit fast 72% Marktanteil nach Page Views, während Google nur 5% Marktanteil vorweisen kann. Genau so wird in Russland hauptsächlich Yandex genutzt. Wenn man die richtige Suchmaschine fürs Online-Marketing gefunden hat, gilt es zudem immer noch die richtigen Keywords zu finden. Genau wie bei der Übersetzung der Website ist diese Wahl natürlich auch bei Werbeanzeigen ausschlaggebend.
Gegen einen Aufpreis kann man zudem beeinflussen, wo in der Welt die Anzeige erscheinen soll. So kann man zum Beispiel mehr für Anzeigen zahlen, wenn man weiß, dass man vor allem Kunden in Berlin erreichen möchte. Je nach Ort können Anzeigen dadurch mehr oder weniger kosten. Auch Tage und Uhrzeiten können beeinflusst werden. Dies ist im internationalen Kontext vor allem dadurch relevant, dass Personen in unterschiedlichen Ländern auch unterschiedliche Arbeitszeiten und generell unterschiedliche Tagesabläufe haben.

Wer aktuell kein SEA Budget zur Verfügung hat, muss aber trotzdem nicht in Panik verfallen. Beginnen Sie damit, Ihre Website für Suchmaschinen zu optimieren, und dies am besten nicht nur in Ihrer eigenen Muttersprache, sondern auch in den Landessprachen Ihrer Kunden. Wenn Ihr Webauftritt so vervollständigt wurde, werden Sie allein dadurch mehr Conversions erreichen. Um diese noch zusätzlich aufzustocken, lassen sich später immer noch jederzeit Anzeigen schalten.

Achtung: Lassen Sie Ihre SEO-Übersetzungen wirklich nur von Profis anfertigen, ansonsten kann viel schiefgehen! Wir hier bei lengoo haben diese Profis, also können Sie gerne auf uns zurückkommen, sobald Sie die Internationalisierung Ihrer Website in Angriff nehmen.