Sitzen ist das neue Rauchen. Auch schon gehört? Kein Wunder, denn es gibt so viele Beweise dafür, dass man damit sogar ein ganzes Buch füllen kann. Wir haben das Buch leider noch nicht gelesen, haben uns aber gedacht, wir könnten euch trotzdem ein wenig dabei auf die Sprünge helfen, wie ihr euch während der Arbeit entspannen könnt.

woman doing yoga meditation on brown parquet flooring
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Meditation

Unsere Gedanken laufen täglich einen Marathon durch unsere Köpfe. Mit mehreren angenommenen Übersetzungsaufträgen, jeder mit einer unterschiedlichen Deadline, kann man schnell mal den Überblick verlieren. Wenn sich dazu noch der alltäglichen Kummer gesellt (Habe ich schon ein Geschenk für meine Mutter gekauft? Schon mit meinem Steuerberater telefoniert? Die Wäsche gewaschen?) kann man schnell verrückt werden.

Meditation ist der beste Weg, um seinen eigenen Gedanken eine Pause zu gönnen und wieder zur Ruhe zu finden. Diese Praktik ist so beliebt geworden, dass die Suche nach dem Wort „Meditation“ allein auf YouTube circa 17 Million Ergebnisse hervorruft. Für diejenigen, die es schrittweise ausprobieren möchten, gibt es sogar eine App – Headspace.

Nach zwanzig Minuten meditieren wird euch alles einfacher scheinen – sogar jene technische Übersetzung für einen Quantum Scalar i500.

Visualisierung

Die nächste Auszeit steht erst in einer (gefühlten) Ewigkeit wieder vor der Tür? Dann greift nach den schönen Erinnerungen von vergangenen Reisen. Ein mentaler Urlaub kann Wunder bewirken, besonders wenn man sich unter Druck gesetzt fühlt. Wie könnt ihr zu einem Strand reisen, ohne euch zu bewegen? Schließt die Augen und nehmt euch ein paar Minuten um die tiefenentspanntesten Momenten noch einmal zu erleben. Visualisiert die Situationen, die ihr als besonders angenehm empfindet – der Gipfel eines Berges, der letzte Sonnenuntergang in Griechenland, der zauberhafte Sonnenaufgang hinter den goldenen Pagoden von Bagan in Myanmar, oder das Plätschern des Wasserfalls im Lieblingspark – gönnt euch ein paar Minuten und engagiert dabei so viele Sinne, wie nur möglich. Erinnert euch an den Geruch in eurer Nase, das Plätschern in euren Ohren oder der leicht salzige Geschmack auf euren Lippen. Lasst los und nehmt euch ausreichend Zeit, bis eure Gedanken sich entspannen und sich ein kleines Lächeln auf euren Lippen abzeichnet.

woman balancing her body on olive-green mat
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Yoga

Jede Art von Bewegung ist empfehlenswert, insbesondere jedoch Yoga hat sich in den letzten Jahren sehr stark verbreitet, weil es aktiv dazu beitragen kann, Stress abzubauen, die Körperhaltung zu verbessern, den Geist zu entspannen und noch viel mehr. Es scheint das beste Mittel gegen diese allgegenwärtige moderne Krankheit – das Arbeiten im Sitzen – zu sein. Als Freelancer hat man den Riesenvorteil, von überall aus arbeiten zu können. Zuhause kann man so ganz einfach eine Pause vom Büro machen, die Matte ausrollen und loslegen! Ob auf Bali oder in einer gemütlichen Wohnung, mittlerweile gibt es Yoga auf YouTube in allen Sprachen und für alle Niveaus – sogar für diejenigen, die sitzen bleiben wollen.

Gesichts- und Ohrenmassage

Klingt komisch auf dem ersten Blick, wirkt aber viel besser, als gedacht. Das Gesicht hat unzählige Muskel und Nerven, die man mit einer sanften Berührung ganz einfach entspannen kann. Verreibt einen Tropfen eures Lieblingsgesichtsproduktes zwischen den Fingern und einfach einmassieren.

Bei den Ohren geht es noch einfacher und die Wirksamkeit wurde von chinesischen Studien sogar nachgewiesen. Eine Ohrmassage kann die innere Unruhe deutlich reduzieren und zu einem Entspannungs- und Wohlgefühl führen. Der Trick ist, einen gewissen Punkt im Ohr, auch als Schen Men in der chinesischen Medizin bekannt, leicht zu massieren. Wir haben es probiert und fühlen uns schon ruhiger.

Progressive Relaxation

Eine Technik, die Visualisierung und Meditation zugleich verbindet! Es geht darum, sich vorzustellen, wie sich jede Muskelgruppe, die erstmal angespannt wurde, langsam entspannt. Man fängt unten an und arbeitet sich langsam nach oben vor. Etwa in dieser Reihenfolge: jeder Zeh einzeln, dann alle Zehen zusammen, danach der ganze Fuß, dann beide Füße und so bis zum Kopf und dem Gehirn, dass natürlich auch nicht vergessen werden darf. Danach wird man sich nicht nur entspannter, sondern auch energiegeladen und voller Kraft fühlen.

Entspannung ist eine mentale Sache. Wichtig ist, sich die Zeit dafür zu nehmen. Wenn wir uns gestresst fühlen, neigen wir meistens dazu, uns in negativen Gedanken zu verlieren. Das führt nur zu noch mehr Stress und kann uns von der Arbeit und von unseren Zielen entfernen. Deshalb nehmt euch die Zeit für Entspannung, denn es ist eine kleine Sache, die Großes bewirken kann.